100 ausgehende Links… Matt Cutts öffnet die Tore

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Rankingfaktor 100 ausgehende Links

Wieviele Links darf meine Seite beinhalten? Diese Frage hat SEO-Experten schon seit Jahren beschäftigt. Bislang ging man von einer teils nachlesbaren, teils ungeschriebenen Limitierung von 100 Outbound-Links pro Seite aus. Matt Cutts, der Leiter des Google Anti-Spam Teams, räumt in seinem neuesten Video ein, dass Google mittlerweile mehr Links zulässt.


(Link zu YouTube direkt)

Woher kommen die früheren Limitierungen der Zahl ausgehender Links?

Bislang galten technische Beschränkungen als ein Grund für das Limit von 100 ausgehenden Links. So gab es auch eine Grenze von maximal 100.000 Seiten pro Homepage, welche vom Googlebot gecrawlt wurden. Umfasste eine Website mehr als 100.000 Seiten, wurden die restlichen Seiten schlichtweg „überlesen“ – und damit auch nicht indexiert! Auf seiten von Google wurden hier sicher technische Beschränkungen aufgeführt. Diese sind zwischenzeitlich weggefallen, so dass Google nun auch umfangreichere Websites vollständig crawlen und indexieren kann – und dies auch tut.

Was sagen Google’s Richtlinien für Webmaster?

Googles Richtlinien für Webmaster sind in ihrer deutschen Fassung recht zurückhaltend (support.google.com/…) und sprechen lediglich von „Beschränken Sie die Anzahl der auf einer Seite vorhandenen Links auf ein vernünftiges Maß.„. Dies lässt natürlich Raum für Interpretationen.

Die Webmaster Richtlinien enthielten bis etwa 2008 die sogenannte 100-Links-Regel. Die Zeiten wandeln sich und es kann durchaus gute Gründe geben, mehr als 100 Links in einer Seite unterbringen zu müssen. Rich Media Elemente sind dabei nur einer der Gründe dafür. Wie man auf der oben angeführten Seite auch ersehen kann ist die 100-Links-Regel mittlerweile tatsächlich hinfällig geworden.

Spam-Detection

Ein weiterer Grund für die 100-Links-Regel ist darin zu suchen, dass Google sogenannte spammy Websites erkennen möchte. Websites, welche mit Links überladen sind (und noch einige weitere unerlaubte Techniken einsetzen) werden von Googles Algorithmen identifiziert und als spammy klassifiziert. Dabei ermittelt Google einen sogenannten Spam-Index-Wert, der bislang stark von der Zahl der ausgehenden Links beeinflusst wurde.

In die Berechnung des Spam-Faktors fließt auch die Größe einer Seite ein. Eine kompakte Seite mit 25 – 30 Kilobytes Umfang ist mit 100 ausgehenden Links deutlich überladen. Eine Seite mit über 100 Kilobytes Umfang dagegen kann diese Menge schon eher „verkraften“.

Wann ist eine Website spammy?

Viel einfacher als technische Kriterien ist eine sehr simple Prüfung: setzen Sie einen Betrachter vor die betreffende Seite und fragen Sie ihn, ob die Seite für ihn einen Nutzen darstellt, was er der Seite entnehmen kann, ob er sich dort wohlfühlt und ob er diese Seite zu einem anderen Zeitpunkt erneut besuchen würde. Wenn der Betrachter Ihnen sofort schlüssige und positive Antworten geben kann, dürfen Sie davon ausgehen, dass ihre Seite NICHT als spammy eingestufte werden würde. Letztlich ist es auch genau das, was Google mit seiner Spam-Erkennung erreichen möchte: das Web von Seiten befreien, welche den Besucher keinerlei Nutzen verschaffen.

Gibt es Gründe, die Zahl der
ausgehenden Links dennoch zu reduzieren?

Die Antwort lautet klar „Ja“. Unter SEO-Profis ist es Fakt, dass eine Seite ihren PageRank an alle per ausgehendem Link verknüpften Seiten weitergibt. Man spricht auch vom Link Juice, der entlang der ausgehenden Links zu den anderen Seiten hinfließt. Wenn eine Seite als 341 ausgehende Links besitzt, dann wird der Link Juice der Seite gleichmäßig auf eben diese 341 verlinkten Seiten weitergegeben. Sie werden schnell errechnen, dass der pro Zielseite hinfließende Link Juice viel geringer ist, als es bei nur 17 ausgehenden Links der Link-Juice-Geberseite der Fall gewesen wäre.

Von daher geht es hier nicht um eine von Google vorgegebene Beschränkung, sondern vielmehr um SEO-technische Zusammenhänge, die eine Reduzierung der ausgehenden (Outbound-)Links angeraten erscheinen lassen.



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